
Wir hatten bereits im vergangenen Jahr bei den jährlich stattfindenden Lehár-Festspielen in Bad Ischl Karten für die Operette „Gräfin Mariza“ gebucht. Eigentlich hatten wir geplant, ein oder zwei Tage vor beziehungsweise nach der Veranstaltung in Bad Ischl zu verbringen. Aber wie es bei uns immer so ist: Wenn wir schon einmal in Österreich sind, können wir doch gleich noch ein paar Tage dranhängen. Gesagt, getan und so hatten wir ruckzuck noch zwei Wochen Urlaub am Gardasee davor gebucht.
Unsere Wahl fiel auf das Hotel Bellavista in San Zeno di Montagne, das sowohl bei Booking.com als auch bei HolidayCheck sehr gute Bewertungen erhalten hatte. Da wir abends normalerweise gerne irgendwo außerhalb essen gehen, buchten wir zunächst nur mit Frühstück. Zumal das Hotel anbot, dass man sich bis 17:00 Uhr noch spontan für das Abendessen im Rahmen der Halbpension anmelden konnte. Auch à la carte zu essen, war jederzeit möglich.
Im Endeffekt kam es allerdings ganz anders: Das Abendessen im Rahmen der Halbpension war so gut, dass wir während der gesamten zwei Wochen nur zweimal außerhalb des Hotels essen gingen. Damit hatten wir so eigentlich gar nicht gerechnet.
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San Zeno di Montagne liegt etwa vier bis fünf Kilometer oberhalb von Garda. Über eine ziemlich kurvenreiche Straße erreicht man den kleinen Ort, der wie auf einem Balkon hoch über dem südlichen Gardasee liegt. Die Aussicht von der Hotelterrasse und vom Pool auf die untere Hälfte des Gardasees ist einfach atemberaubend.
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Der Ort selbst ist ein kleines, langgezogenes Straßendorf, das sich entlang der Landstraße erstreckt, die weiter hinauf zum Monte Baldo führt.
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Das Hotel liegt, wie bereits erwähnt, wie auf einem Balkon hoch über dem Gardasee. Jeden Tag genossen wir unser Frühstück und Abendessen auf der Terrasse vor dem Hotel und konnten dabei den herrlichen Ausblick über den See genießen.
Der großzügig angelegte Pool bot ausreichend Liegen für alle Gäste. Zwar konnten wir immer wieder beobachten, wie neu angereiste Gäste am Morgen ihre Liegen reservierten. Doch schon bald stellten sie fest, dass dies eigentlich völlig überflüssig war.
Nach dem Abendessen spielten wir meistens einige Runden Rummikub. Bei dem ich, wie auch Zuhause, meistens verlor.
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Zweimal fuhren wir nach Garda. Das Städtchen ist wirklich sehr schön, aber ganz auf Touristen eingestellt. Der ganz große Touristenandrang hielt sich allerdings in Grenzen. Trotzdem kam hier sofort das typische Italienfeeling auf, wie man es sonst eher vom Meer kennt.
Bei unserem ersten Besuch kehrten wir zum Pizzaessen ein. Gitta bestellte eine Pizza mit Gorgonzola und Salami, die sehr gut war. Meine Pizza hingegen war ein echter Reinfall. Ich hatte mich für Steinpilze und Parmaschinken entschieden. Das hörte sich vielversprechend an. Was dann kam, sah zunächst auch sehr gut aus, doch die Steinpilze stammten aus der Dose und waren in einer Lake eingelegt. Nach nicht einmal der Hälfte gab ich auf.
Aber ich will nicht meckern. Bei unserem zweiten Besuch in einem anderen Lokal in Garda genossen wir eine hervorragende Fischplatte. Na also, es geht doch.
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Auch Bardolino, das direkt neben Garda liegt, gefiel uns sehr gut. Das Städtchen wirkte auf uns etwas größer und versprühte ebenfalls echtes Italienfeeling. Besonders rund um den Hafen mit seinen vielen kleinen Booten. Ansonsten findet man auch hier alles, was das Touristenherz begehrt: Souvenirläden, Kneipen und jede Menge Leben.
Der Höhepunkt dieses Tages war allerdings eine riesige Portion Eis. So etwas gibt es einfach nur in Italien.
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Von unseren Nachbarn hatten wir vor ein paar Wochen als Dankeschön für das Hüten ihres Hauses, eine Flasche sehr guten Prosecco geschenkt bekommen. Wir hatten damals das Weinetikett fotografiert, sodass wir problemlos weiteren Secco selbst nachkaufen konnten.
Das Weingut Xeni in Bardolino bietet jedoch weit mehr als nur einen Weinverkauf und einen Keller, den man besichtigen kann. Zum Weingut gehört auch ein kleines Weinmuseum, in dem zahlreiche interessante Dinge rund um den Weinanbau aus vergangenen Zeiten zu bestaunen sind.
Und wie nicht anders zu erwarten, blieb es natürlich nicht nur beim Kauf von Prosecco.
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Da wir nicht nur am Pool liegen wollten, machten wir an einem Tag einen Ausflug nach Caprino Veronese. Die Stadt ist die Partnerstadt unserer Nachbargemeinde Gau-Algesheim und liegt außerdem an der Zufahrtsstraße zum Monte Baldo, dem höchsten Berg der Region.
Und wie es sich für eine Partnerstadt gehört, entdeckten wir mitten in Caprino Veronese tatsächlich ein Wegweiser-Schild mit der Aufschrift „Gau-Algesheim (D)“. Ein kleines Stück Heimat mitten in Italien. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet.
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Der eigentliche Grund für diesen Urlaub war die Operette „Gräfin Mariza“, die in diesem Jahr bei den Lehár-Festspielen in Bad Ischl aufgeführt wurde. Wobei zu Bemerken wäre, das die Gräfin Mariza nicht von Lehár, sondern von Emmerich Kálmán geschrieben wurde.
Bei der Wahl unseres Hotels in Bad Goisern, dem Nachbarort von Bad Ischl, hatten wir dieses Mal allerdings kein besonders glückliches Händchen. Aber gut, so etwas kann eben passieren.
Schon im 19. Jahrhundert wusste Kaiser Franz Joseph I. die traumhafte Lage und die wunderschöne Natur rund um Bad Ischl zu schätzen und verbrachte hier regelmäßig seine Sommer. Noch heute erinnert vieles an diese Zeit, weshalb Bad Ischl auch den Beinamen „Kaiserstadt“ trägt.
Ein besonderes Juwel ist der Kaiserpark mit der Kaiservilla und dem Marmor-Schlösschen, dem ehemaligen Teehaus der Kaiserin Elisabeth. Die weitläufige Parkanlage wird auch heute noch mit viel Liebe zum Detail gepflegt.
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Bei unserem ersten Rundgang durch die Stadt hatten wir gleich Glück, denn es war Wochenmarkt. Wochenmärkte sind für uns, ganz egal in welchem Land wir unterwegs sind, immer ein absolutes Muss.
Der Wochenmarkt in Bad Ischl findet mitten in der Stadt statt und ist von zahlreichen beeindruckenden historischen Gebäuden umgeben. So konnten wir nicht nur das bunte Treiben auf dem Markt genießen, sondern gleichzeitig auch die besondere Atmosphäre und das schöne Stadtbild der Kaiserstadt auf uns wirken lassen.
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Am rechten Ufer der Traun steht eine markante Villa, in der sich heute das Lehár-Museum befindet. Franz Lehár kaufte die Villa im Jahr 1912 und verbrachte dort bis zu seinem Tod 1948 fast jeden Sommer.
In diesen Räumen entstanden viele seiner berühmten Operetten. Die meisten Räume sind bis heute weitgehend unverändert erhalten und vermitteln einen authentischen Eindruck vom Leben des Komponisten. Zahlreiche persönliche Gegenstände und Geschenke seiner Bewunderer erinnern an Franz Lehár und seine große Karriere.
Lehár war zudem ein leidenschaftlicher Sammler. In der Villa finden sich zahlreiche wertvolle Gemälde, prachtvolle Möbel und persönliche Erinnerungsstücke, die einen interessanten Einblick in das Leben und die Persönlichkeit des berühmten Komponisten geben.
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Bei der Aufführung der Operette „Gräfin Mariza“ herrschte im gesamten Schauspielhaus ein striktes Foto- und Filmverbot. Gitta konnte es sich jedoch nicht verkneifen und schaffte es trotz aller Verbote, zumindest ein heimliches Foto vom Theatersaal zu machen.















































































